Die jugendliche Photographie
begeistert sich für Ridinger
und präsentiert dabei ganz nonchalant
zwei seltenste Ergänzungen
zu den Wundersamsten
Ridinger – Laifle, J(ohann). Ridinger-Album. Eine Sammlung der schönsten und seltensten Hirsch- und Rehbock-Abnormitäten nach den Originalstichen photographirt. Mit Vorwort von F(ranz) von Kobell. Regensburg, Alfred Coppenrath, 1865. Gr.-4° (32 x 26 cm). 3 Bll. Titel, Vorwort + Inhalt. Mit
50 auf Karton gewalzten Albumin-Abzügen
in ihrem Facettenreichtum herrlichen Hell-Dunkels
(16,4-17,2 x 12,9-13,3 cm bei 30,7 x 24,5 cm Tafelformat), jeweils mit Nummer, Verlag + „Photographirt von J. Laifle“ auf dem Untersatz-Karton.
Bordeauxroter Rindleder-Bd. mit 4 von Fileten eingefaßten Zierbünden, überlaufenden Deckel-Fileten, reicher Titelprägung auf dem Vorder- und großem ligierten RS-Monogramm als Markenzeichen der hiesigen Red Series als Mittelstück auf dem Rückdeckel, schwarzen Rückenschildchen – alles in Goldprägung – , von Prägungen in Braun begleiteten Chromolux-Spiegeln + Vorsatz sowie wieder goldgeprägten red series bzw. ridinger handlung niemeyer auf Innendeckel-Unterkante + JayAitchDesign auf Rückdeckel-Unterkante. In gleichartigem Hldr.-Schuber, dessen efalinpapierne schwarze Deckelbezüge das hiesige Ridinger-Hirsch-Logo in Goldprägung tragen.
Frühestes (?) Ridinger’sches Photographicum
von zudem bereits hier glanzvoller Albumin-(Eiweiß) – Qualität
wie von Meyers Konv.-Lex. erst für ein Vierteljahrhundert später als Standard vermerkt (4. Aufl., Bd. XIII [1889], Seite 17) :
„ von hohem Glanz … (wie) jetzt bevorzugt ,
weil es die feinsten Details wiedergibt .“
Dies im Gegensatz zu den mit Stärke überzogenen und damit eine stumpfe Bildwirkung bedingenden zuvor üblichen Papieren, die somit dem Anspruch des großen Ridinger-Sammlers Coppenrath nicht gerecht werden konnten. Technisch waren, so Danuta Thiel-Melerski 2006,
„ Die ersten Fotografien auf Albuminpapier … so dünn ,
dass man sie auf Pappe aufkleben mußte .“
Wie denn auch hier. Für Johann Laifle’s „Photographische Anstalt für Portraits und Landschaften“ in Regensburgs Klarenanger No. 2 ist anstehendes Album
die früheste (?) Laifle-Werkgruppe
als Thiel-Melerski seine aktive Tätigkeit mit „1865 – um 1900“ angibt. Hierselbst die Spätzeit mit einer 1899er „Porträt-Postkarte System Laifle.“ dokumentiert, wobei individuelle Porträt-Aufnahmen Laifle’schen Landschafts-Postkarten appliziert wurden. Medaillen errang Laifle 1873 auf der Wiener Weltausstellung + 1876 in München.
Dies alles denn adäquat in seinesgleichen suchendem
Vitrinen-Exemplar innerhalb niemeyer’s Roter Serie .
Und wo die bibliographische Literatur einzig die 1. Lieferung kennt
hier denn die vollständige Suite
in zudem offensichtlichem Erstzustand . Denn anders als beim Titelblatt zum hier früher durchgelaufenen gleichfalls completten Exemplar der Fürstlich Fürstenbergischen Bibliothek in heute rheinischer Sammlung lautet das hiesige Titelblatt nur auf „Regensburg. / Alfred Coppenrath. / 1865.“ , nicht aber wie auf jenem auf „Regensburg. 1865. / Alfred Coppenrath. / München. / Hermann Manz.“. Der nunmehrige hiesige Titel zum Gesamtwerk korrespondiert solchermaßen mit dem zur 1. Lieferung, siehe unten. Da seinerzeit nur letzterer als Vergleich vorlag, war angenommen worden, daß sich Coppenrath angesichts der Kostspieligkeit des Unternehmens schon bald nach Erscheinen der 1. Lfg. nach einem Koproduzenten hatte umsehen müssen. Was sich jetzt als Fehleinschätzung erwies und vielmehr zwei generelle Druckzustände dokumentierte . Übereinstimmend hingegen das Schlußimpressum „Druck von G. J. Manz in Regensburg“.

Die Folge gibt 4 Blätter der Vorfallenheiten-Suite wieder und mit 44 Blättern den Rotwild-Kernbereich der „Vorstellung der wundersamsten Hirsche und anderer Thiere“, um schließlich als i-Punkte mit
2 kostbarsten Ergänzungen zu den Wundersamsten
aufzutrumpfen,
indem es Th. 1299 und brandfrisch 1325 dokumentiert
(nachtragsweise Seite 289 bzw. Seite 2 des 2. separaten Nachtrags von erst 1861/62), von Thienemann kommentiert mit den Worten
„ Man möchte bei der Aehnlichkeit beider Tafeln


Th. 1325 + Th. 255
und der ungemeinen Seltenheit der jetzt Beschriebenen (1325)
auf die Vermuthung gerathen, dass Ridinger
nach wenigen Abdrücken den Stich vernichtet habe “
+
„ … nach diesen trefflichen Zeichnungen ist ein Kupferstich (Th. 1299) von unserem Meister gefertigt worden, welcher sich nur in wenigen Exemplaren erhalten zu haben scheint … (Das Blatt) scheint von Ridinger zu der Folge der hundert Blätter bestimmt gewesen zu sein“.
Was nach diesen Anmerkungen ganz einfach erscheint, ist tatsächlich ziemlich komplex. So erweist sich als erstes
die ganz entschieden von 255 abweichende Version 1325
als die eigentliche Originalfassung
des Motivs. Denn ihr Signatur-Text verweist links noch auf den originären Urheber: „Abgezeichnet von Joh. Ernst Wagner Fürstl. Bixenspan(n)er alda“ und Ridinger selbst zeichnet rechts lediglich mit „Joh. Elias Ridinger sculps. Aug. Vindel.“ (nach Schwarz 1325).
Auf Th. 255 findet sich der Wagner-Hinweis hingegen nicht (mehr) und Ridinger nimmt, wiederum rechts, (nunmehr auch) das Privileg des Zeichners für sich in Anspruch, indem er signiert „Joh. El. Ridinger del. sculpsit. et excud. A. V.“. Was plausibel erscheint, als die spiegelbildlich zueinander komponierten Darstellungen nur das Geweih und im Hintergrund die Bergfeste Hohenneufen verbindet. Haben beide zudem das der letzteren vorgelagerte Wäldchen noch gemeinsam, so fehlt 255 schon die aus diesem hervorlugende Kirchturmspitze mit ihrer Wetterfahne, vor allem aber das am Waldsaum reizvoll angesiedelte Einsprengsel eines äsenden Wildes samt aufhorchendem Hirsch. In der Kernaussage aber steht der Hirsch auf 1325 präsidial breit nach rechts neben mächtiger Eiche zur Linken, auf 255 hingegen geht er leichtfüßig, aus lichtem Laubwerk kommend, nach links und blickt lediglich nach rechts. Dabei die Untertexte des Schußprocedere nur in ihrer Anordnung variierend.
Da Laifle beide Radierungen photographiert hat (Tafeln 40 + 50, davon letztere, 1325, nach einem Ätzdruck vor Untertext und dem lt. Th. eingestochenen Namen Hohen Neuffen der freiherrlich Dalberg’schen Sammlung auf Datschitz in Mähren) sind diese Unterschiede komfortabel auszumachen.
Die Vorzeichnung zu 1325 in der Ridinger-Abteilung des 1869er Weigel’schen Katalogs der nachgelassenen Zeichnungen unter Pos. 129. Ob diese identisch ist mit einer zu Ende der 1970er auf dem Markt gewesenen entsprechenden, muß offenbleiben. Bei letzterer fällt – analog zum Kupfer – das Fehlen des Wagner-Hinweises auf. Diesen erwähnt auch der Eintrag bei Weigel nicht, doch ist die damalige Katalogisierung von heutigen Katalogisierungsmaßstäben generell noch sichtbar entfernt.
Wenn Thienemann meint, Ridinger habe die Platte von 1325 vernichtet haben können, hält Coppenrath es – analog zur Platte zu 1299, siehe unten – für eher wahrscheinlich, daß er diese dem Herzog von Württemberg überlassen habe und macht zudem auf eine weitere Zeichnung hierzu aufmerksam (Weigel, a. a. O., Nr. 596), die den Hirsch ruhend zeigt und sich bei Thienemann [in der 1856er Originalausgabe] als Tafel 4 (bei S. 97) der gestochenen Wiedergaben findet, ohne daß dieser die Zugehörigkeit zu 255/1325 bemerkt habe. – Eine als zu Th. 255 gehörige Bleistiftzeichnung „Hirsch mit monströsem Geweih in schöner Landschaft“ figurierte 1900 im Helbing’schen Ridinger-Katalog (Kat. XXXIV) unter Pos. 1553.
Was nun den „46“-Ender
von Th. 1299 betrifft
(Coppenrath II, 1604), so ist dieser nach bestwollender hiesiger Zählung zunächst einmal allenfalls ein falscher 40er mit 20 : 10 Enden, wie von Thienemann, Coppenrath, Schwarz, Sälzle und Schwerdt, dessen Exemplar der Wundersamsten das Blatt zwischengebunden war, übersehen.
Einleitend zu 1299 rückverweist Thienemann dann auf seine Pos. 166, den Hirsch von Blatt 4 der „Abbildung der Jagtbaren Thiere“ mit den großen Spuren, und zwei Vorzeichnungen zu diesem, nämlich „einmal der Umriss in Rothstein, das andere Mal in Tusche schön ausgeführt“. Letztere Zeichnung könnte Tafel VII bei Sälzle (Zeichnungscorpus zu den Jagtbaren Thieren) sein. Diese entspricht jedoch dem Kupfer 1299 und hat geweihmäßig wie landschaftlich nichts mit Blatt 4 der „Jagtbaren“ zu tun (spiegelbildlich und mit abgeändertem Gatter Tafel X bei Sälzle), ist aber nicht für die Plattenübertragung gedacht gewesen, da im Stichsinn und auch frei von Übertragungsmerkmalen. Daß die Erläuterungen zu beiden Tafeln bei Sälzle untereinander vertauscht sind, erschwert die Entwirrung zusätzlich.
Das nur in Umriß gegebene Trittsiegel von Th. 1299 mit der Inschrift „Die Ferte von dem Hirsch“ läßt darauf schließen, daß Ridinger das Blatt ursprünglich für die Folge der „Jagtbaren“ gedacht hatte, es dann aber mittels Untertext à la Wundersamsten, ergänzt gar um je 8 Zeilen Ausmessungen des Hirschen, für diese umwidmete, in die es schlußendlich aber gleichfalls keine Aufnahme fand.
Lt. Coppenrath befinden sich die Kupfer-Druck-Platte zu 1299, Decke + Geweih des Hirschen sowie ein Öl, diesen, von einem Hunde verfolgt, in voller Flucht darstellend, in Coburg; ein Probedruck vor der Schrift, die von Ridinger dann hs. eingesetzt ist, seinerzeit in der Dalberg’schen Slg. wie vor.
Laifle’s Photographie von Th. 1299
– Tafel 2 –

solchermaßen von hohem Belegwert
Die 48 übrigen Tafeln betreffen Thienemann
243, 244, 245 (Württemberger Hirsche) – 247 (der 66-Ender in Moritzburg) – 248 (Brandenburg-Ansbach) – 249, 250, 251 (Württemberger Hirsche wie auch) – 253 + 255/56 – 257 – 260 (1675er 58-Ender) – 262, 263 (Württemberger Hirsche) – 264 (Brandenburg-Ansbach) – 267 – 277 – 292 (Hessen-Darmstadts Weißer Hirsch vor Jagdhaus Jägertal) – 294 – 297 (Hessen-Darmstadts Schaufel-Hirsch) – 299 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit dem Leithund) – 301 (Pappenheim) – 304 – 305 (Hessen-Darmstadts Hirsch mit den Schlappohren) – 313 (Hessen-Kassels Zwei Hirsche aus dem Burgwald) – 314 (Christoph von Crailsheim’s 43-endiger Bamberger Rehbock) – 318 (Hessen-Darmstadts Weißer Damhirsch) – 320/21 – 323 (Perücken-Bock) – 325 – 326 – 327 – 329 – 330 – 332 (Hessen-Darmstadts Spiegelhirsch) – 335 (der 1760er Gestüts-König) – 336/38 – 339 (Hessen-Darmstadts Dreistangenhirsch vor Schloss Kranichstein ; Martin Elias Ridinger’s originale Druck-Platte nach Georg Adam Eger, Hofjagdmaler des großen Nimrods Ludwig VIII. von 1767/68 zusammen mit weiteren zu anstehenden hier aufliegend) – 340 (Hessen-Darmstadts Battenberger Hirsch) – 342 (Hessen-Darmstadts/Kassels Vier Hirsche Komposition vor Schloß + Kirche von Romrod) – 350 – 353 (Hohenzollern-Sigmaringer mit „Prachtgeweih … [und] Eichenlaub im Maule … gehört zu den besten [der Wundersamsten]“) – 371 – 373 (Hohenlohe-Neuenstein) .
Der ex cathedra ausgesprochenen Nahezu-Unauffindbarkeit gedachter beider Thienemann-Nachträge entspricht
die superbe Seltenheit
eines completten Exemplars , wie hier ,
von Laifle’s photographischem „Ridinger-Album“
unter Einschluß eben dieser beiden Motive.
Fehlte das Album doch bereits 1889/90 auf Coppenrath’s eigener Versteigerung mit ihren reichen Ridinger-Beständen! Wie solchermaßen auch bibliographieunbekannt. Denn in den Vorgängern der Deutschen Nationalbibliographie wie auch im neuzeitlichen „Gesamtverzeichnis des deutschsprachigen Schrifttums 1700-1910“, Bd. 117, findet sich jeweils nur die 1. Lieferung, sodaß auch wir diesen Torso zunächst als mit „Alles Erschienene“ garnierten. Fehlanzeige aber auch in allen hier archivierten großen Ridinger-Sammlungen + -Offerten. Die von Coppenrath bzw. Coppenrath/Manz veranstalteten Auflagen können daher gar nicht klein genug gedacht werden.
Aber selbst noch in den 90er Jahren des Jahrhunderts als der Spätzeit dieser reproduktionstechnisch revolutionären und nun schon noch weiter vorangetriebenen Neuerung bedingten qualitätvolle photographische Galeriewerke, wie etwa die Braun’schen, einen Preis, der die Kunsthistoriker beklagen ließ, sie drohten „zu einem Privileg auszuarten“, indem sie Gelehrte und weniger bemittelte Kunstfreunde regelrecht mit „einer Art von Zwangssteuer“ belegten im Gegensatz zu „Privatkreisen, die in der angenehmen Lage sind, ihren ästhetischen Bedürfnissen nicht ganz unerhebliche Opfer zu bringen“ (zitiert nach FAZ vom 22. 8. 2001). Doch kein Geringerer als der große Bode in Berlin hatte sich „nach einer langen Versuchsphase, während derer er die Höchstleistungen beider Techniken (der von ihm zunächst favorisierten Nachstiche durch Künstler und eben der Photographie) prüfte, deutlich für die Photographie entschieden“.
Aussagemäßig hochkarätig
das Inhaltsverzeichnis durch Verweise auf deren, vereinzelt, körperliche Vorlagen, Öle (sic!) + Platten, sowie, vielfach, Vorzeichnungen + Probedrucke, etwaige Irrtümer. Dabei
exorbitant die Nachricht ,
daß von Ende der 30er Jahre zu Th. 245 als „ein äusserst interessanter Versuch Ridingers“ ein Ein-Platten-Farbendruck neben einem solch weiteren technischen Versuch mit einem Pferd in der von Dalberg’schen Sammlung existieren. Dies sicherlich in Zusammenhang mit seiner Mitarbeit als (zumindest) Zeichner und Mitherausgeber des Weinmann’schen Pflanzenwerkes (1735/7-1745) als der ersten botanischen Nutzung der Johann Teyler’schen (1648 – nach 1698/99, vielleicht 1712) Ein-Platten-Farb-Methode, die letztlich gleichwohl eindeutig rückschrittlicher und weit kostspieliger war als der von Le Blond um 1710 erfundene Mehrplatten-Farbdruck, den aber erst englische Mezzotinto-Stecher um 1720 einsatzfähig gemacht hatten und den daraufhin nur wenig später Ridinger um 1725 als für die Literatur wohl erster mit einer Hirschjagd (einzig bekanntes Exemplar dieses für Ridinger einzigen Beispiels bei Schwerdt III, 132 mit Abb.) in Deutschland einführte.
Sehr reizvoll schließlich auch die Beteiligung Kobells an diesem
wohl frühesten Ridinger’schen Photographicum
(das erste mit auch nur lediglich 14 Photographien neben zudem herkömmlichen zahlreichen Holzstichen illustrierte Rheinbuch beispielsweise erschien erst 1868 bei Murray in London).
Hatte er sich doch schon 1842 mit seiner „Galvanographie, eine(r) Methode, gemalte Tuschbilder durch galvanische Kupferplatten im Drucke zu vervielfältigen“ einen technischen Namen gemacht. Auch mineralogisch publizierend, machten ihn im übrigen seine Jagdveröffentlichungen, allen voran sein „Wildanger“, bekannt.
Auf hiesigen Coppenrath’schen Vorreiter reagierte die Konkurrenz mit folgenden Nachzüglern :
„Abbildung einiger jagdbarer und reissender Thiere“ in 84 (so das Gesamtverzeichnis, doch recte wohl 24) Photos in hoch-4°, Augsburg 1867 (Bln., Sandrog & Co.) + „Jagd-Album. Hirsch-Abnormitäten, interessante Hatzen und seltene Jagdthiere photographiert von B. Kliemeck (Serie 1, 64 Bll.) + C. Schauer Nachf.“ (Serie 2) in 18 Lieferungen zu à 4 (1-17 = 68) bzw. 2 (18) (Gesamtverzeichnis: 16 Liefer., davon erschienen [nur] 1-12 à 4 Bll. [= 48, demnach hiesige Laifle-Edition nicht nur die erste, sondern auch die umfangreichste sein dürfte]) Photos in 4°, Bln., Lichtwerck, 1873/75.
Da bibliographisch solchermaßen erfaßt, rangieren diese beiden Folgen aber auch in puncto Seltenheit hinter Coppenrath’s Pionier-Edition, gleichwohl fehlen auch sie in den hier registrierten Beständen.
Herrlich breitrandig, tragen die Tafeln unten links ihre jeweilige Lieferungszugehörigkeit in Bleistift von alter Hand. Eine durchweg immer wieder zu registrierende meist nur schwache (Stock)fleckigkeit der breiten Ränder der Montagekartons gesamthaft als kaum störend marginal bleibend. Die starke Fleckigkeit der weißen Rückseite von Tafel 28 mit Auswirkung auch auf die Ränder der Bildseite von Tafel 29 – hier auch das Photo selbst in seinem Unterext kaum wahrnehmbar, aber doch minimal fleckig – hingegen dürfte nach Restauratorenmeinung auf ein Mißgeschick beim Klebevorgang zurückzuführen sein.
Und so bietet sich denn hier und heute allein schon rein inhaltsmäßig
die großartige Gelegenheit welche .
Für die Ridinger-Sammlung als solcher ebenso wie nur (!) als Bilddokumentation unter künstlerischem wie zoologisch-jagdlichem Aspekt, begleitet von zwei exorbitanten Ergänzungen als Trüffel für die Wundersamsten und für das Œuvre generell. Und schließlich für ein
rares Desideratum aus der Frühzeit der Photographie
als dem immer dominanter werdenden anspruchsvollen jungen Sammelgebiet sui generis. An dem nicht zuletzt der Meister selbst als allem technisch Neuen seines Metiers pionierhaft zugetan – erinnert sei an seine besagten Verdienste um den Farbendruck – sein Pläsier gefunden hätte. Wie nicht minder am äußeren
adäquat glanzvollen

non plus ultra
Angebots-Nr. 15.609 / Preis auf Anfrage


