« Nichts auf Erden ist kostbarer als ein wirklich schönes Buch,
mit wohlgeformten Spalten, in satter schwarzer Typographie,
mit geschmackvoll eingefügten Illustrationen.
Heutzutage indes lesen die Menschen Bücher lieber als sie anzuschauen. »
George Bernard Shaw
bildet gewissermaßen eine Insel lustvoll zu schauender Kassetten + Einbände in rotem Maroquin mit Inhalten höchster Güte , Seltenheiten , getrüffelt mit Unikatem , ja , Unikates , gepaart mit sich selbst und solchermaßen potenziert zu
exemplaires enrichi ,
Vitrinen-Stücken von weltweiter Einzigartigkeit
im wahrsten Sinne des Wortes. Von Fall zu Fall auch einfach nur Rares oder besonders Schönes + Reizvolles einschließlich dann durchaus auch zeitgenössischer Einbände, zusätzlich geadelt durch staunenmachende Unversehrtheit. Doch folgend der Gesellschaftssprache der Ridinger-Zeit, wovon so zahlreiche parallele Graphik-Untertexte künden, immer in jenem bordeauxroten, bestes französisches bibliophiles 18. Jahrhundert zitierendem Maroquin als crème de la crème jeder Symbiose von Kunst , Geist + häuslichem Selbstverständnis bei durchaus nicht immer vermeidbarem Zug zu grandeur, welch letztere den Betrachter zuweilen selbst den Atem verhalten und die Welt um sich herum vergessen läßt.
Dabei bewußt Abstand nehmend von jeglicher, im Ergebnis nur imitierender Wiederholung der üppigen Leder-Prägung jener großen Epoche, eben auch der der Sammler des Meister’s draußen, angeführt von Frankreich + England und bezüglich seiner Öle gekrönt vom Zarenhof. Hier und heute denn also zeitnüchterne Beschränkung auf zwar übergreifende, ansonsten aber schnörkellose Goldfileten als Einfassung der Kanten + Rückenschilder. Die gleichfalls 23,5karätige Titelprägung vielfach gleichwohl mit Johann Elias Ridinger als reich gestalteter Signatur-Kursive in nun in der Tat Anlehnung an einstigen Zierat. Als Reverenz an den Mann + die Zeit. Indes aus dem Œuvre je ein Hirsch + Pferd entliehen wurden, die als Vignetten – «Le dix-huitiême siècle est le siècle de la vignette», E. & J. de Goncourt – je nach Inhalt getrennt oder auch gemeinsam im Regelfall die Deckel der Kassetten + Einbände zieren. Als Reverenz gegenüber dem Œuvre. Und als Provenienz-Marke dazu. Belegend, meist gemeinsam mit „ridinger handlung niemeyer“ bzw. „niemeyer fine arts“ an Innen-Unterkante, ihre Herkunft aus sicherem Hause , eben
von lüder h. niemeyer
Oculi , hier kommen sie schon :
Ein Jahrhundert-Exemplar
Charles Le Brun
Die Triumphe oder Die Schlachten Alexanders des Großen
Löwen–Exemplar
Johann Elias Ridingers
„Abbildung der jagdbaren Thiere“ als das
abweichende HAND-EXEMPLAR des Meister’s
und getrüffelt mit zusätzlichem weltweiten Unikat
Der Hof Ludwigs XIV. in Rotem Maroquin
Wilhelm Weigand (Hrsg.)
Der Hof Ludwigs XIV. in seiner Spätzeit nach Le Brun
nach den Denkwürdigkeiten des Herzogs von Saint-Simon
Otter–Exemplar
Johann Elias Ridingers
„Abbildung der jagdbaren Thiere“
getrüffelt mit einem weltweiten Unikat
Le Grand Exemplaire
Johann Elias Ridingers
„Von verschidenen Arthen der Hunden behaezte Jagtbare Thiere“
als ein weltweit unikates Sammlungsstück
Zunft-Ordnung in Vitrinen-Exemplar
Carl Friedrich, Großherzog zu Sachsen-Weimar-Eisenach etc.
Zunftordnung für die Damast-, Barchent-, Zeug- und Köper-Weber
mit eigenhändiger Unterschrift Carl Friedrichs
La Précieuse Suite
Johann Elias Ridingers
Th. 1314–1317 (!!)
als der zweitfrühesten Jagdfolge
in ihrem bislang
einzigen hier nachweisbaren Exemplar
Lappen – Exemplar
als weltweit unerhört einzigartiges Gesamtkunstwerk sui generis
Johann Elias Ridinger’s Th. 17
„Das mit Flammen=Schnüren umstellte Jagen“
Das Recht des jagdlichen Alltags
im Jahrhundert Ridinger’s
Jagd-Edicte der Herzöge von Braunschweig-Lüneburg 1705-1805
als
Kontinuierlich dargestelltes jagdrechtliches Wollen
eines ganzen Jahrhunderts
Johann Heinrich Tischbein II
Haina 1742 – Kassel 1808
„Sammlung von Einhundert und siebenzig Kupferstichen“
als annähernd
„Gesamtausgabe seiner Werke“


